Mit HipHop begann Kid Rock
seine Karriere, nun hat er
sich mit "Born Free" ganz
dem Country verschrieben.
Ein Gespräch über seine
Herkunft. Kid Rock räkelt
sich zufrieden auf der Couch
seiner Berliner Hotelsuite.
Gerade hat der 39-Jährige,
der mit bürgerlichem Namen
Robert James Ritchie heißt,
die Aufnahmen zu seinem
neuen Album "Born Free"
abgeschlossen - es ist das
erste von mittlerweile zehn,
das ohne Warnhinweis auf
Jugendgefährdung erscheinen
wird. "Das Alter",
rechtfertigt er sich und
beginnt mit rauchiger Stimme
von all den großen Künstlern
zu erzählen, mit denen er
zusammengearbeitet hat.
Dass
die Countrymusic in
Österreich allmählich ihren
festen Platz einnimmt,
belegt die jährliche
Verleihung des Austrian
Country Music Awards. Am 30.
Oktober trafen nationale und
internationale
Country-Künstler in Linz
zusammen und vermittelten
mit ihrer Musik ein
Lebensgefühl, das
seinesgleichen sucht. Es
gibt kaum eine musikalische
Stilrichtung, bei der
Freude, Leid, Lust, Liebe
und Traurigkeit so nahe
beieinander liegen. Eine
schnulzige Angelegenheit,
das mag stimmen. Das macht
echte Gefühle aber erst aus.
Wer
glaubt, Country sei in
unseren Breiten nicht
beliebt, der irrt. Schon
seit den 1980er-Jahren wird
der Award jährlich vergeben.
Das Team rund um
Country-Sänger Bernie Pride
kann jährlich hunderte
Country-Fans aus dem In- und
Ausland begrüßen.
Eklat wegen
Zeitschriften-Cover!
LeAnn Rimes hat viele
ihrer Fans bitter
enttäuscht. Dass die
28-Jährige ihren Mann Dean
Sheremet Anfang 2009 für
einen anderen - „Third
Watch“-Star Eddie Cibrian
(s. Foto) - verlassen hat,
passt ihnen nämlich gar
nicht.
„Verstehe die
Enttäuschung ..
Die Fitness-Zeitschrift
“Shape„ zeigt LeAnn nun auf
dem Cover ihrer
Oktober-Ausgabe, und lässt
die Geschmähte zu ihrem
Privatleben Stellung nehmen.
Keine gute Idee - “Ich
verstehe, dass die Menschen
von mir enttäuscht sind,
schließlich war ich so was
wie Amerikas Sweetheart„,
meint LeAnn in dem
Interview. Ein Sturm der
Entrüstung ging dennoch per
Mail, Telefon und Postings
auf die “Shape„-Redaktion
hernieder. Einhelliger
Tenor: Wie könne man “einer
Frau wie ihr„ ein Forum
bieten?
Das fragt sich nun im
Nachhinein wohl auch
“Shape„-Chefredakteurin
Valerie Latona, die sich per
Sammel-E-Mail bei
aufgebrachten Lesern
entschuldigte: “Sie befinden
sich in guter Gesellschaft,
da sie alle der Meinung
sind, dass ?Shape? mit
seiner
LeAnn-Rimes-Coverstory einen
furchtbaren Fehler gemacht
hat. Wir wollten damit keine
Ehemann-Diebin aufs Podest
stellen, sondern (anhand
ihrer Geschichte) zeigen,
dass wir alle menschlich
sind. Und diese Frau hat in
der schwersten Zeit ihres
Lebens in ihrem
Fitnesstraining Kraft
gefunden. Leider konnten wir
das so nicht vermitteln -
was mir sehr leid tut. Ich
hoffe, dass wir es beim
nächsten Mal besser machen,
und sie uns noch eine Chance
geben.„
Country-Sänger
Billy Ray Cyrus lässt sich
nach 17 Jahren scheiden.
Tochter Miley, Teeniestar,
soll schon die eigene
Hochzeit planen. Die Musik
will sie jetzt auf Eis
legen: Die
Schauspielkarriere geht vor.
Unüberbrückbare
Differenzen: Hollywoods
offizieller
Standard-Trennungsgrund
kommt wieder einmal zum
Einsatz. Angeführt wird er
von den Eltern eines der
reichsten Teenager der Welt:
Miley Cyrus, Star aus der
Fernsehserie „Hannah
Montana“. Was genau in der
bisherigen Vorzeigefamilie
nach 17 Jahren Ehe
schiefgelaufen ist, wurde
(zumindest fürs Erste) nicht
bekannt. Es sei „eine
schwere Zeit für die
Familie“, erklärten der
Country-Sänger Billy Ray
Cyrus und seine Frau Leticia
(„Tish“) knapp, kurz nachdem
sie in ihrer Heimat
Tennessee die Scheidung
eingereicht hatten. Man
versuche, einige persönliche
Dinge zu klären, für
„Gedanken und Gebete“ sei
man dankbar.
Teenie-Superstar Miley
Cyrus (17) dürfte damit
jedenfalls in ein ziemliches
Dilemma geraten. Fungiert
doch ihre Mutter Tish seit
jeher als ihre Managerin.
Und Vater Billy Ray ist, wie
sie nie müde wurde zu
betonen, ihr „bester
Freund“. Er, der
Country-Sänger und
Schauspieler, war es, der
vor Jahren die damals
Elfjährige dazu ermunterte,
den Disney-Konzern mit
kindlicher Hartnäckigkeit
von sich zu überzeugen.
Leighton Meester über
die Dreharbeiten mit Gwyneth
Paltrow
Das 'Gossip Girl'
Leighton Meester stand
gerade mit
Gwyneth Paltrow für den
Film 'Country Strong' vor
der Kamera. In dem Film
spielt Leighton eine junge
Country-Sängerin, die ihrem
Vorbild, dargestellt von
Gwyneth Paltrow nacheifert
und zu ihrer Konkurrentin
wird.
Mit der US-Website
'Extra' sprach Leighton nun
über die Dreharbeiten und
über Gwyneth Paltrow: "Mein
Charakter soll sie bewundern
und zu ihr aufsehen, und ich
tue das auch. Man muss
zeigen, dass man der
Situation gewachsen ist,
wenn man neben ihr spielt.
Sie hat sich wirklich
bewiesen, spielte Gitarre
und holte höllisch viel
raus."
Auf die Rolle
der Chiles Stanton bereitete
sie sich sorgfältig
vor: "Ich ging ins 'Grand
Ole Opry' und schaute mir
Carrie Underwood an. Ich
ging auch in einige
Spelunken. Ich wollte es auf
jeden Fall auf meine eigene
Art machen, war aber auch
von Carrie Underwood und
Taylor Swift inspiriert.
Dann ging ich ins Studio und
sang mir die Seele aus dem
Leib."
Bis der Film
in Deutschland anläuft,
müssen wir uns leider noch
ein wenig gedulden. 'Country
Strong' soll bei uns am 23.
Juni 2011anlaufen. 1.11.2010
Taylor Swift bricht
neuen Rekord in den
USA
Das amerikanische
Country-Girl Taylor Swift
(20) ist anscheinend immer
für eine neue Überraschung
gut und dieses Mal trifft es
die Pop-Diva
Mariah Carey (40).
Sie hat mit ihren süßen
20 Jahren den Thron erobert.
Sie hat einen neuen
Chart-Rekord in den USA
aufgestellt.
Ihr Song “Speak Now”
stieg von 0 auf Platz Acht
in den US-Single-Charts ein.
Somit ist Taylor Swift die
Sängerin mit den meisten
Top-Ten-Debüt-Songs aller
Zeiten in den USA. Insgesamt
schaffte sie es sechs Mal
von null auch die besten
Zehn. Damit drängt Taylor
sogar Mariah Carey von der
Spitze. 15.10.2010
Country &
Western - Insel am
Donauinsel
Fest vom
25. - 27 Juni 2010
Heuer organisiert der
OMCCA -
Old Mississippi Country Club
Austria zum 25. mal die
Wiener Städtische
Versicherung / Country &
Western - Insel. Zu
diesem Jubiläum präsentiert
sie ein internationales
Programm mit den TOP
Musikgruppen des In- und
Auslands. Aus Deutschland,
Ungarn, der Schweiz, den
Niederlanden und natürlich
Österreich kommen die
Gruppen, die die
BesucherInnen über 30
Stunden auf der
Country-Insel unterhalten
werden. „Rodeo“,
die Kultband aus Ungarn, „Cripple
Creek Band“, „Howdy“,
„Shadow
Creek Ramblers“ und
viele andere Country und
Western Bands sind das „who
is who“ der Country und
Western Szene. Und Line
Dance und Squaredance Shows
zeigen den hohen Standard
dieser amerikanischen Tänze.
Besonders sehenswert sind
die“Hot Stompers“, die in
ihren Schottenröcken zeigen,
was sie können.
Gospelmesse
Sonntag um 10 Uhr findet die
traditionelle Open-Air
"Country Gospelmesse" statt.
Dompfarrer Toni Faber von
der Wiener Stephanskirche
wird diese Hl. Messe
zelebrieren. OKEMAH
übernimmt die musikalisch
Begleitung.
Im Wilden Westen
Auf der Wiener Städtische
Versicherung / Country &
Western – Insel haben auch
Kinder jede Menge Spaß:
Kindereisenbahn, Hüpfburg
und Ringelspiel sorgen für
Unterhaltung in der Welt des
wilden Westens. Samstag um
15 Uhr findet der
MOTORRAD-KORSO der AMERICAN
CRUISERS AUSTRIA statt. Es
geht einmal rund um die
Country-Insel. FahrerInnen
aller Marken sind
willkommen! Die
RED BIKER präsentieren
sich und ihre Themen mit
einem Infostand.
Themenbezogenen
AusstellerInnen bieten
alles, was der Westernfan
für ein standesgemäßes
Outfit benötigt: Western
Wear über indianische
Esotherik, handcrafted
Lederprodukte, Kleider und
Uniformen des Amerikas von
1860 sowie handgemachten
Schmuck. Österreichische
GastronomInnen verwöhnen die
BesucherInnen nicht nur mit
"Standardgrills", sondern
auch mit Schmankerl wie Ochs
am Grill, Spanferkel,
Steckerlfisch und vielem
mehr. Im Kaffehaus findet
man über 10 verschiedene
"süsse oder fleischige"
Crepes. Natürlich fehlt auch
der Westernsaloon „Jacky
Bar“ nicht. Insgesamt stehen
über 1.000 Sitzplätze zur
Verfügung.
Überfahrt im Boot
Um den Besuch der Wiener
Städtischen Versicherung /
Country & Western – Insel
noch aufregender zu
gestalten als bisher, werden
in diesem Jahr 4 Zillen als
Wassertaxi die Neue Donau
kreuzen und die Brücke
ersetzen. Damit ist schon
von Beginn der Reise in die
neue Welt für Spannung und
Aufregung gesorgt. Denn was
ist schon schöner, als das
„Inselfest“ mit einer
Bootstour zu verbinden!
Keith Urban
möchte eine größere Familie
haben. Seine gemeinsame
Tochter mit Nicole Kidmann,
Sunday Rose, ist sein ein
und alles.
Der Country-Star Keith
Urban ist seit 2006 mit
Nicole Kidmann verheiratet.
Im Jahr 2008 kam ihre
gemeinsame Tochter Sunday
Rose zur Welt. Seine Tochter
ist der ganze Stolz des
42-Jährigen. Wie das „OK
Magazine“ berichtet, hat
Keith Urban mit der
Kinderplanung allerdings
noch nicht abgeschlossen.
Gegenüber dem „OK Magazin“
sagte er augenzwinkernd:
„Ich versuche nicht, es
nicht zu versuchen.“
Keith Urban schwärmte, dass
seine Tochter die schönen
Beine ihrer Mutter habe.
Seine Rolle als Vater liege
dem Country-Sänger am Herzen
und sei ihm auch äußerst
wichtig: „Es ist toll,
einfach wunderbar. Es ist
fantastisch.“ Bei so viel
Vaterfreude wird der
Nachwuchs hoffentlich nicht
lange auf sich warten
lassen.
Country-Legende
Jimmy Dean ist tot.
Der Musiker
verstarb am Sonntag, den 13.
Juni 2010, in seinem Haus in
Henrico County, Virginia. Er
wurde 81 Jahre alt, wie die
Nachrichtenagentur Reuters
am 14. Juni berichtet. 1960
wurde der hagere Sänger mit
dem Kohlenarbeiter-Song "Big
Bad John" über Nacht zum
Weltstar. Ein Jahr später
erhielt er dafür sogar einen
Grammy Award. Fortan konnte
sich der Musiker seine
Angebote aussuchen. Er
moderierte beispielsweise
die erfolgreiche TV-Show
"The Jimmy Dean Show" und
hatte regelmäßige Auftritte
in der NBC-Serie "Daniel
Boone. Später entwickelte er
sich zum erfolgreichen
Geschäftsmann. Jimmy Dean
hinterlässt seine zweite
Ehefrau Donna. 17.06.2010
GABRIELLA CILMI will
Country-Album
veröffentlichen
Gabriella Cilmi will
musikalisch neue Wege gehen.
Die Sängerin würde gerne ein
Country-Album auf den Markt
bringen. Wie
"contactmusic.com"
berichtet, sagte die
Australierin: "Beim nächsten
Album werde ich mich wohl
wieder neu erfinden. Ich
habe ja auch bei diesem
Album, im Vergleich zum
letzten, schon einiges
anders gemacht. Ich würde
echt gerne ein Country-Album
aufnehmen, ich bin so ein
großer Johnny Cash Fan."
Übrigens: Hätte es mit
der Musikkarriere nicht
geklappt, wäre Gabriella
Cilmi heute wahrscheinlich
Museumsführerin: "Ich wäre
echt gerne eine
Museumsführerin, ich liebe
Museen. Geschichte war in
der Schule mein
Lieblingsfach." 8.6.2010
Neuer
Country-Music-Pfad
Jimmie Rodgers (auf der LP)
gilt neben der Carter Family
als der erste große Star der
Country-Musik. Er wird auch
als "The Father of Country
Music" bezeichnet.
Eine neue Touristenroute
im US-Bundesstaat
Mississippi führt zu
wichtigen Orten in der
Geschichte der
Country-Musik. Zunächst rund
30 Schauplätze sollen
entlang des "Mississippi
Country Music Trail" besucht
werden können. Das teilt das
staatliche Tourismusamt in
Jackson mit.
Als erstes habe der
Friedhof an der
Oak-Grove-Baptistenkirche in
der Stadt Meridian eine
entsprechende Schautafel
erhalten. Meridian ist der
Geburtsort von
Country-Legende Jimmie
Rodgers (1897-1933). Der
Sänger wurde nach Angaben
der
Jimmie-Rodgers-Gesellschaft
in seiner Heimatstadt auch
begraben.
Die Country-Music-Strecke
folgt dem Vorbild des "Mississippi
Blues Trail", den es
seit einigen Jahren in dem
Staat im Süden der USA gibt.
Er führt inzwischen zu mehr
als 100 Orten der
Blues-Geschichte. 8.6.2010
Eigentlich müsste
Willie Nelson mindestens so
populär sein wie sein alter
Spezi Johnny Cash. Doch der
grauzopfige Texaner hat
Country-Fans immer wieder
irritiert: mit musikalischen
Experimenten und
Marihuana-Konsum. Nun
erscheinen zwei neue Alben.
Eine der besseren
Willie-Nelson-Legenden geht
so: Einige Tage vor seinem
40. Geburtstag, im Frühjahr
1973, war er so schwer
betrübt - und wohl auch ein
wenig betrunken -, dass er
sich auf einen Highway
legte, auf dass ihn der
nächste Truck von seinen
Qualen erlöse.
So weit, so wahr - das hat
Willie Nelson kürzlich in
einem Interview bestätigt.
Allerdings war es 4 Uhr
morgens: "Eine Zeit, zu der
man nicht mit allzu vielen
Trucks rechnet, und als ich
nach einiger Zeit auf dem
Asphalt in der Ferne doch
ein Motorengeräusch vernahm,
machte ich mich sofort aus
dem Staub."
Am 30. April dieses
Jahres ist Willie Nelson 77
geworden, und von
Lebensmüdigkeit und
Depressionen scheint er
nicht mehr geplagt zu sein.
Er ist der wichtigste
lebende Künstler der
Country-Musik, diesem
vielleicht amerikanischsten
aller Musik-Genres. Die
anderen Legenden George
Jones und Merle Haggard sind
zwar auch noch im Dienst,
aber Nelson hat das Genre
geprägt und verändert wie
keiner von ihnen. Und er
macht keine Anstalten, die
Dinge etwas ruhiger angehen
zu lassen.
Entstaubte Klassiker
Im Gegenteil, gleich zwei
neue Nelson-Alben erscheinen
nun auch in Deutschland:
"Willie And The Wheel",
eingespielt mit der Band
Asleep At The Wheel (in den
USA bereits im vergangenen
Jahr veröffentlicht), und
das schlicht betitelte
"Country Music". Beide Alben
sind Liedsammlungen, in
denen Nelson frische
Versionen von
Country-Klassikern zum
Besten gibt.
Mit Asleep At The Wheel
entstaubt er den sogenannten
"Western Swing", covert
herrlich beschwingt Songs
von Großmeistern wie Bob
Wills And His Texas
Playboys. Mindestens so
unterhaltsam ist "Country
Music" geraten, das Nelson
unter der Regie des
grandiosen, jüngst Oscar
geadelten ("Crazy Heart")
Produzenten T-Bone Burnett
eingespielt hat. Die beiden
haben eine fabelhafte
Geschichtsstunde in Sachen
"Country Music" inszeniert,
indem sie Songs von Legenden
wie Ernest Tubb, Hank
Williams und George Jones
neues Leben einhauchen.
Sogar ein Nelson-Eis
gibt es
Die Alben sind späte
Glanzlichter in der Karriere
von Willie Nelson.
Eigentlich müsste der
grauzopfige Texaner
mindestens so populär sein
wie sein alter Spezi Johnny
Cash: Sein "Nightlife" gilt
als meistgecoverter
Country-Song aller Zeiten,
auch "Hello Walls" und
"Crazy" sind Über-Klassiker
des Genres. Der Lohn: Sogar
Eissorten sind nach ihm
benannt (Ben & Jerry's
"Willie Nelson's Country
Peach Cobbler Ice Cream").
Nelsons Ruhm jedoch hat
immer wieder darunter
gelitten, dass er viel
schwieriger auszurechnen war
als Cash - und dass er
hartgesottene Fans mit
Experimenten irritierte: zum
Beispiel mit Reggae-, Jazz-
und Pop-Platten oder
Kollaborationen mit Bob
Dylan, Julio Iglesias und
Snoop Dogg.
Ohnehin taten sich die
Traditionalisten in
Nashville lange schwer mit
Nelson: Anfang der siebziger
Jahre rebellierte er mit
seinen Kumpanen Kris
Kristofferson, Johnny Cash
und Waylon Jennings gegen
das vermuffte
Country-Establishment und
veränderte das Genre
nachhaltig. Ins
Country-Klischee passte
Nelson, der Outlaw, nie so
recht: Allein sein
Bekenntnis zu vergnügtem
Marihuana-Konsum entsetzt
viele rechtschaffene
Country-Fans.
Immerhin: Die oft
beschworene Melancholie des
Genres trägt der zähe
Texaner in sich; er war
schon bankrott und verlor
einen Sohn durch Selbstmord.
Im Juni wird Nelson nun
einige Konzerte in
Deutschland absolvieren. Die
vielleicht letzte Chance,
ihn auf einer Bühne zu
erleben, sollte man sich
nicht entgehen
lassen.8.6.2010
Willie Nelson schneidet
seine Haare ab
Willie Nelson hat die Fans
schockiert, indem er seine
berühmten langen Haare
zugunsten einer neuen
schulterlangen Frisur
abgeschnitten hat. Der
Country-Star ist berühmt für
seine Zöpfe bis zur Taille
und enthüllte vor kurzem,
dass er mehrmals davor
zurückgeschreckt war, seine
Haare mit einer Schere zu
bearbeiten. Nelson sagte:
"Na ja, ich habe mehrmals
gedroht (die Haare
abzuschneiden), aber ich
habe mich immer davor
gedrückt." Der 77-jährige
Sänger hat nun aber den
Schritt gewagt und seine
Haare abgeschnitten - er
stellte seinen neuen Look
bei einem Konzert am letzten
Wochenende (22. Mai 10) in
Maui, Hawaii, vor, als er
mit der Band seines Sohnes
Micah performte, The
Reflectacles. Nelsons
Sprecherin Elaine Schock
enthüllt, dass der Star es
müde wurde, sich um seine
Haare zu kümmern: "Da ist
viel zu pflegen."
Dolly bleibt Dolly
Die Country-Sängerin
Dolly Parton genießt in den
USA eine Popularität, für
die es in Deutschland keinen
Vergleich gibt. Als Königin
der Herzen ungezählter Fans
prangt ihr Konterfei immer
wieder in zahllosen
Zeitschriften, und natürlich
ist sie im Fernsehen stets
präsent. Ihr überragender
Ruhm wird auch auf andere
Weise deutlich, so in
Dolly-Parton-Ähnlichkeitswettbewerben,
bei denen es darum geht,
wessen Aussehen ihr
möglichst nahe kommt. Nun
hat sich die Umjubelte einen
Spaß gemacht und ein
bisschen verkleidet, um
inkognito an einem solchen
Spektakel teilzunehmen. Und
wen wundert es, dass sie
nicht weiter auffiel und
keineswegs gekürt wurde? So
ist es nun mal in unserer
verkehrten Welt. Die Kopie
wird für ein Original
gehalten, und das Original
als Kopie abgestempelt.
Schein ersetzt Sein. Und die
in Fälschungen und
Täuschungen schwelgende
Warenwelt wird zur wahren
Welt stilisiert. Dolly indes
ertrug ihre Degradierung mit
Humor. 29.5.2010
Klassik
meets Country-Rock:
The
BossHoss auf "Low Voltage"
kooperieren mit Babelsberger
Orchester
Smoking trifft Stetson Eine gute Live-Band aus
Deutschland? Wenn es dabei
auch rocken darf, fällt
einem The BossHoss ein. Die
sieben Großstadtcowboys,
stets einheitlich in
Feinripp, Denim und mit
einem Stetson auf dem Kopf
gekleidet, stehen für Party.
Da man sich nicht immer
wieder steigern kann,
probieren die Berliner auf
"Low Voltage" was Neues -
und das klingt imposant. Sie
inszenierten ihre Songs
klassisch, achten aber
darauf, dass durch Streicher
und Bläser ihr
partytauglicher Countrysound
nicht plötzlich zur
Berieselung von
Kaffeekränzchen taugt. Aus
der Idee, kleine
Unplugged-Gigs zu
veranstalten, wurde aber
nichts. Bei der anstehenden
Tour zum Album tummeln sich
30 professionelle Musiker
aus Babelsberg mit auf der
Bühne. Da ist Präzision
gefragt beim Spielen.
Durchaus erwähnenswert, denn
der stand früher häufig eine
Flasche Whiskey im Weg,
geben André "Guss Brooks"
Neumann, der Mann am
Kontrabass, und
Percussionist Tobias
"Ernesto Escobar de Tijuana"
Fischer im Interview lachend
zu.
23.4.2010
News zu den Country Music
Awards
Die
Preisträger:
Entertainer of the
Year
Carrie
Underwood
Top Male Vocalist of
the Year
Brad Paisley
Top Female Vocalist
of the Year
Miranda
Lambert
Top Vocal Group of
the Year
Lady
Antebellum
Top Vocal Duo of the
Year
Brooks &
Dunn
TOP NEW SOLO
VOCALIST of the Year
*
Luke Bryan*
TOP NEW VOCAL DUO of
the Year *
Joey + Rory*
TOP NEW VOCAL GROUP
of the Year *
Gloriana*
TOP NEW ARTIST
Luke Bryan
ALBUM OF THE YEAR
[Awarded to
Artist(s)/Producer(s)/Record
Company(s)]
Revolution -
Miranda Lambert
(Columbia
Nashville)
Carrie
Underwood triumphiert bei
Country Awards
Las Vegas/New York (dpa)
- US-Sängerin Carrie
Underwood (27) ist erneut
zum Country-Musik-Star des
Jahres gekrönt worden. Ihr
gelang, was bisher noch
keine Interpretin dieses
Genres geschafft hatte.
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Underwood nahm bei der
Verleihung der Academy of
Country Music (ACM) Awards
am Sonntagabend in Las Vegas
zum zweiten Mal die höchste
Auszeichnung entgegen, den
Preis für den «Entertainer
des Jahres». Die Gewinnerin
der Castingshow «American
Idol» aus dem Jahr 2005
setzte sich gegen
langjährige Country-Barden
wie Kenny Chesney, Keith
Urban und Brad Paisley sowie
ihre junge Kollegin Taylor
Swift durch.
Swift hatte bei der
diesjährigen Grammy-Show
groß abgesahnt, ging jetzt
aber leer aus - trotz ihrer
Nominierung in fünf Sparten.
Außer dem
Entertainment-Preis gewann
Underwood den Preis für die
beste weibliche
Country-Sängerin und den
besten Newcomer.
Das Trio Lady Antebellum
kam sogar fünffach zum Zuge,
allerdings in weniger
spektakulären Sparten.
Matthew
McConaughey plaudert aus dem
Nähkästchen
New York (dpa) -
Hollywood-Star Matthew
McConaughey (40) hat keine
Hemmungen, auch private
Details einem großen
Publikum zu erzählen.
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Als er am Sonntag in Las
Vegas bei der Verleihung der
Country Awards eine Trophäe
für den besten Sänger
überreichte, plauderte er
ein wenig aus dem
Nähkästchen, berichtet «The
Huffington Post».
«Das hier ist das zweite
Mal, dass ich bei den
Country-Musikpreisen bin.
Letztes Jahr hatte ich sehr
viel Spaß. (...) Nach der
Show gingen meine Lady und
ich zurück ins Hotel und
zeugten eine kleine Lady,
die jetzt unsere Tochter
ist», verriet McConaughey
zum Vergnügen des Publikums.
Der Schauspieler ist seit
2006 mit dem brasilianischen
Model Camila Alves zusammen.
Töchterchen Vida Alves kam
im Januar zur Welt. Sohn
Levi wird im Juli zwei Jahre
alt. «Ich verspreche euch,
Camilla und ich versuchen
dieses Jahr, nicht so viel
Glück zu haben. Zwei sind
genug», betonte McConaughey.
(dr)
20.4.2010
ACM Country Music
Awards
Am 18. April 2010 gehen die
45. Music Awards in der MGM
Grand Garden Arena in Las
Vegas über die Bühne. (dr)
18.4.2010
Hier ein Auszug der
Nominierten:
Entertainer of the Year
Kenny Chesney
Toby Keith
Brad Paisley
George Strait
Taylor Swift
Carrie Underwood
Keith Urban
Zac Brown Band
Top Male Vocalist of the
Year
Kenny Chesney
Brad Paisley
Darius Rucker
George Strait
Keith Urban
Top Female Vocalist of the
Year
Miranda Lambert
Reba McEntire
Taylor Swift
Carrie Underwood
Lee Ann Womack
Top Vocal Group of the Year
Lady Antebellum
Little Big Town
Randy Rogers Band
Rascal Flatts
Zac Brown Band
Top Vocal Duo of the Year
Brooks & Dunn
Joey + Rory
Montgomery Gentry
Steel Magnolia
Sugarland
TOP NEW SOLO VOCALIST of the
Year
Luke Bryan
Jamey Johnson
Chris Young
TOP NEW VOCAL DUO of the
Year
Bomshel
Joey + Rory
Steel Magnolia
TOP NEW VOCAL GROUP of the
Year
Eli Young Band
Gloriana
The Lost Trailers
Debbie Nunn - Bubbles
Country Songs aus
England
Debby Nunn nennt sich die in
Australien gebohrene
Countrysängerin die es mit
ihrem Video Bubbles
geschafft hat zu den meißt
gesehenen und gehörten
Countrysongs in England und
auf MySpace zu gehören. Sie
ist vielleicht das beste
Beispiel für die Welle der
weichgespülten Countrysongs
bei der - falls überhaupt
vorhanden - jegliche Ecken
und Kanten abgeschliffen
werden. Nicht zuletzt wird
das in ihrem Video durch den
extremen Weichzeichner noch
unterstrichen, mal abgesehen
von ihrem engelhaften
Auftritt der wohl keinen
Zweifel über ihre Konfession
aufkommen lassen sollte.
Da
sich über Geschmack
bekanntlich nicht streiten
lässt könnt ihr euch euer
eigenes Bild machen und hier
das Video sehen. (dr)
18.4.2010
Die amerikanische
Country-Pop-Sängerin Taylor
Swift (20) macht in den
letzen Wochen mehr
Schlagzeilen mit ihren
Männergeschichten als mit
Ihrer Musik.
Nach
dem Beziehungs-On-Off mit
Twilight-Star Taylor Lautner
(18) und der nachgesagten
Romanze mit Sänger John
Mayer (32), soll sie nun
schon wieder einen neuen
Prinzen gefunden haben.
Sie vergnügt sich
angeblich mit
"Glee"-Schauspieler Cory
Monteith (27). In der letzen
Woche wurden sie gemeinsam
beim Bowling mit Freunden in
Los Angeles gesichtet.
Beide schienen sich sehr zu
amüsieren und sahen
angeblich sehr glücklich
aus. Ob nur gute Freunde
oder doch ein Liebespaar?
Das werden uns wohl die
nächsten Wochen zeigen.
Aber die
Frühlingsgefühle machen auch
vor Celebrities nicht halt,
vielleicht sind sind Taylor
und Cory bald das neue
Traumpaar am Starhimmel...
16.4.2010
Hank Williams bekommt
Pulitzer-Preis
Der Pionier der
Country-Musik, der 1953 mit
nur 29 Jahren starb, wurde
die Ehre wegen seines
lebenslangen Beitrags als
Musiker zu Teil.
Die Entscheidungsträger
der Verleihung erklären ihre
Entscheidung wie folgt: "Es
ist seine Arbeit als
Songschreiber, der auf
einfache Art und Weise
universelle Gefühle auf den
Punkt brachte. Er spielte
eine zentrale Rolle in der
Veränderung der
Country-Musik hin zu einer
wichtigen musikalischen und
kulturellen Kraft im
amerikanischen Leben."
Williams' Lieder, zu
denen 'Your Cheatin' Heart',
'I'm So Lonesome I Could
Cry' und 'Jambalaya'
gehören, definierten und
entwickelten das
Country-Genre weiter und
wurden in den Jahren nach
seinem Tod in verschiedenen
Stilrichtungen oft neu
interpretiert.
Sig Gissler, Verwalter
des Pulitzer-Preises, sagte:
"Die Ehrung kennt vor allem
den bleibenden Eindruck von
Williams als kreative Kraft,
die eine Menge anderer
Musiker und Performer
beeinflusst hat, an.
Gleichzeitig zeigen die
Entscheidungsträger damit,
dass sie unbedingt ihren
Musik-Preis erweitern
wollten und alle Aspekte der
musikalischen Talente, die
in der Vergangenheit
vielleicht nicht bedacht
wurden, anerkennen."
Der prestigeträchtige
Pulitzer-Spezialpreis für
die Künste wurde bisher nur
zehnmal verliehen, meist an
Komponisten.
Jazz-Künstler Thelonious
Monk erhielt die Ehrung
2006, John Coltrane 2007 und
Folk-Sänger Bob Dylan konnte
den Preis 2008 mit nach
Hause nehmen.
16.4.2010
George Strait ist
Rekordhalter
Countrysänger
George Strait (57) hat einen
Rekord gebrochen: Er ist der
erste Sänger, der seit 30
Jahren ohne Unterbrechung in
den Top Ten der
Billboard-Charts vertreten
ist, berichtet das
Musik-Fachmagazin
„Billboard“ auf seiner
Webseite.
Derzeit ist sein Hit „I
Gotta Get to You“ auf Platz
neun der beliebtesten
Country-Songs der USA. Sein
allererster Hit „Unwound“
landete 1981 in den Top Ten.
Seitdem war er mit
wechselnden Songs immer auf
den ersten zehn Plätzen. Im
Lauf seiner Karriere
verkaufte der gebürtige
Texaner bisher 68,5
Millionen Platten. Sein
aktuelles Album „Twang“ ging
seit dem vergangenen August
über eine halbe Million Mal
über den Ladentisch.
13.4.2010
ACM-Toppreis für Keith Urban
Keith Urban wird bei den
bevorstehenden Academy of
Country Music Awards als
eine internationale Ikone
ausgezeichnet werden. Der
australische Sänger und
Songschreiber ist als
diesjähriger (10)
Preisträger des Jim Reeves
International Awards bekannt
gegeben worden. Weitere
ACM-Sonderpreise werden an
Mel Tillis und den
verstorbenen Marty Robbins
gehen - der Cliffie Stone
Pioneer Award - sowie an Don
Schlitz und die verstorbene
Cindy Walker, die mit dem
Poet's Award geehrt werden.
Der Hitfilm "Crazy Heart"
wird den Tex Ritter Award
erhalten, der an Filme mit
Countrymusik vergeben wird.
Die ACM Awards werden am 18.
April (10) in Las Vegas
vergeben.
13.4.2010
Jakob
Dylan singt Geschichten vom
US-Alltag
Es gibt wohl diesen
Reflex, Jakob Dylans Musik
sofort mit der seines
berühmten (Über-)Vaters zu
vergleichen. Beim zweiten
Soloalbum des inzwischen
40-jährigen "Juniors" wird
man, wenn überhaupt, eher an
Bruce Springsteen ohne E
Street Band und dessen Art,
Geschichten aus dem
amerikanischen Alltag zu
erzählen, denken. Mit "Women
and Country"
(Sony)
geht Jakob Dylan aber seinen
eigenen Weg zwischen Bob und
Bruce zur American Roots
Music.
In den Songs des neuen
Albums erzählt Dylan junior
Geschichten von Typen, die
hart arbeiten müssen und
durchs Land ziehen, weil sie
vor etwas weglaufen. "Ich
benutze die Lieder wie einen
Film", erklärt der
40-Jährige im Interview.
"Ich meine, das sind keine
musikalischen Beichten. Mein
Job ist bei dieser Platte,
Songwriter, Sänger und
Geschichtenerzähler zu sein.
Es passiert so viel wie in
einem Film. Es geht nicht
nur um eine Person, hier
machen eine Menge Leute das,
was du am Ende hörst -
wertvoll. Ich sehe mich da
fast nur als Koinspirator."
Altmeister T Bone
Burnett als Produzent 14 Jahre nach dem ersten
Wallflowers-Album "Bringing
Down The Horse" hat
Starproduzent T Bone Burnett
erneut Bobs Filius unter
seine Fittiche genommen. Der
62-Jährige, der bereits mit
Allison Krauss und Robert
Plant ein aufsehenerregendes
Roots-Album produziert hat,
und die beiden
Country-Sängerinnen Neko
Case und Kelly Hogan sind
die wichtigsten Helfer beim
neuen Album von Dylan
jun. Die Musiker aus
Burnetts einzigartigem
Umfeld sorgen - von den
Bläsersätzen bis zum fetten
Naturbass - für ein
Klangerlebnis der
Extraklasse. Der
vielschichtige Sound geht
über - sollten sie vorhanden
sein - anfängliche
pawlowsche Rock-Reflexe
gegen Country hinweg: Diese
klanglich vielschichtige
Musik gewinnt mit jedem
Hören dazu.
"Diese Lieder sind
Geschichten und Schablonen,
von denen ich hoffe, dass
sie in eine andere Zeit und
an einen anderen Ort
führen", definiert Dylan
seinen Anspruch. "In allen
Liedern ist Hoffnung. Das
mag beim ersten Hören nicht
so offensichtlich sein, aber
da ist immer viel
Positivität und Hoffnung."
Gitarren, Streicher,
Bläser und Rhythmus "Women and Country" ist
das Gegenteil vom ersten
Soloalbum "Seeing Things",
das 2008 erschien und von
Rick Rubin produziert wurde.
Diese Scheibe war akustisch,
minimalistisch im Stil der
Rubin-Arbeiten mit Johnny
Cash und Neil Diamond. Der
Nachfolger ist ein
Klangkosmos aus Bläsern,
Streichern, Gitarren und
Rhythmus. Etwas, was
orchestral im großen Stil
Musik feiert, sagt Dylan.
Die Entscheidung für ein
weiteres Soloalbum bedeute
nicht das Ende seiner Band
Wallflowers, sagt Dylan zu
seinen Zukunftsplänen. "Ich
werde beides machen, ich
habe für beides Zeit. Ich
muss mich nicht für eins von
beiden entscheiden. Die
Wallflowers werden einen
guten Grund für ein neues
Album finden. Wir sind seit
20 Jahren zusammen, es gibt
keinen Grund, aufzuhören. Es
gibt aber auch keinen Grund,
uninspiriert etwas mit den
Wallflowers zu machen."
10.4.2010
Sugarland beenden Arbeiten
an neuem Album
Das Country-Duo Jennifer
Nettles und Kristian Bush,
besser bekannt als
Sugarland, haben die
Arbeiten an ihrem neuen
Album so gut wie
abgeschlossen. Jennifer
Nettles sagte dem
Branchenmagazin Billboard,
dass auf dem Album
vermutlich 10 bis 11 Lieder
sein werden und diese alle
nach der Veröffentlichung
ihres Albums "Love
on the Inside"
geschrieben wurden.
Nettles beschreibt das
Album als "emotional wie
Bungee Jumping und
Schokoladenkuchen essen. Es
ist furchteinflößend und
erfreulich zugleich."
Das Album trägt den
Arbeitstitel "The Incredible
Machine" und soll noch in
diesem Jahr bei Mercury
Records Nashville
erscheinen.
Melancholische
Liebeslieder
BJÖRN KLEINHENZ: Zu den
Aufnahmen seines aktuellen
Albums mit dem eindeutigen
Titel „B.U.R.M.A.“ („Be
Undressed Ready My Angel“)
kehrte Björn Kleinhenz
seinem Lebensmittelpunkt
Göteborg den Rücken. Für
Monate lebte der in
Böblingen geborene Sohn nach
Schweden ausgewanderter
Eltern auf Fårö, der so
kargen Ostseeinsel. Düstere
Gedanken und essenzielle wie
philosophische Fragen prägen
seine melancholischen Songs
deshalb nicht. Der Sänger
übte sich im selbst
gewählten Exil in Müßiggang
und schrieb poetische und
vornehmlich akustisch
arrangierte Liebeslieder,
durch die viel Country und
Folk wehen. (sn)
6.4.2010
Archiv:
Höchste Country-Ehren für
Carrie
Underwood
New York/Las Vegas (dpa)
- US-Starsängerin Carrie
Underwood ist bei der
Vergabe der Country
Music Awards mit dem
Spitzenpreis als
Entertainerin des Jahres
geehrt worden.
Die 26-jährige nahm
die Trophäe in der Nacht
auf Montag bei einer
Gala in Las Vegas unter
Freudentränen entgegen.
«Ich danke Gott, und ich
danke allen meinen
Fans», sagte sie
gerührt.
Underwood ist die
erste Frau seit fast
zehn Jahren, der diese
Ehre zuteil wurde.
Zuletzt waren im Jahr
2000 die Dixie Chicks
gekürt worden. Das
Fernseh-Publikum sprach
sich in einer
Internet-Abstimmung für
Underwood aus. Zuvor
hatten die rund 4000
Mitglieder des
Country-Musikverbandes
sie bereits zur Sängerin
des Jahres ernannt.
Album des Jahres
wurde «Fearless» von
Taylor Swift. Die
19-Jährige stach damit
Konkurrenten wie George
Strait, Jamey Johnson,
Montgomery Gentry und
Underwood aus. Zudem
erhielt sie einen
Sonderpreis, weil sie so
viele junge Leute für
die Country-Musik
begeistert hat. Swift
gilt mit insgesamt mehr
als sechs Millionen
verkauften Alben derzeit
als die kommerziell
erfolgreichste Sängerin
der USA.
Bester Sänger wurde
zum dritten Mal in Folge
Brad Paisley, der den
Preis per Videoschaltung
in seinem Haus in
Tennessee annahm - er
wartete mit seiner Frau
Kimberly
Williams-Paisley auf die
Geburt seines zweiten
Kindes. Weitere
Preisträger waren unter
anderem Julianne Hough
(beste
Nachwuchssängerin),
Jamey Johnson (Song des
Jahres), Rascal Flatts
(beste Vokalgruppe) und
Sugarland (bestes Duo).
Die Preise der
Academy of Country Music
(ACM) wurden zum 44. Mal
vergeben. Daneben gibt
es die Auszeichnungen
der Country Music
Association (CMA), die
im Herbst in Nashville
verliehen werden.
Los Angeles (dpa) Kaum hat
sie ihr erstes Country-Album
veröffentlicht, wird Jessica
Simpson (28) höchste Ehre
zuteil. Wie das Magazin
«People» in seiner
Onlineausgabe berichtet,
durfte die Popsängerin in
der Grand Ole Opry in
Nashville auftreten, der
«heiligen Halle» der
Country-Musik.
«Ich kann es gar nicht
glauben, dass ich wirklich
hier bin», sagte Simpson. In
der Show «Opry Live» gab sie
Songs ihrer CD «Do You Know»
zum Besten. Country-Legende
Loretta Lynn, die nach ihr
auftrat, half Simpson dabei,
sich zu Hause zu fühlen. Das
scheinbar eher konservative
Publikum ließ sich zwar von
der sehr emotionalen
Darbietung Simpsons
überzeugen, war aber weniger
zufrieden mit ihrem
Bühnen-Outfit. Simpson trug
ein schwarzes
Pailletten-Minikleid mit
extrem tiefem Ausschnitt.
«Sie hätte sich lieber etwas
anziehen sollen», bemerkte
ein Konzertbesucher trocken.
Country-Fans sind fleißig
Heavy-Metal-Fans sind
eher sanftmütig,
Pop-Liebhaber wenig
kreativ und Funk-Fans
etwas faul. Das ergab
eine Online-Umfrage der
Universität Heriot-Watt
in Edinburgh, die
Verbindungen von
Musikvorliebe und
Charakter aufzeigt.
Demnach sind zum
Beispiel Country-Fans
fleißig, Menschen mit
Vorliebe für Rap eher
aufgeschlossen und
Jazzer und Klassik-Fans
kreativ sowie von sich
selbst überzeugt.
Leuten, die Punk mögen,
fehlen dagegen meist
Selbstbewusstsein und
Sanftmütigkeit.
Entgegen den Stereotypen
seien Menschen, die sich
gerne mit Metal-Klängen
zudröhnen, sanft und
entspannt und
schüchtern.
Dance-Freunde seien
aufgeschlossen, aber
nicht sanft.
Psychologie-Professor
Adrian North, der 36 000
Online-Fragebögen
auswertete, sagte: "Wir
haben einen Zusammenhang
zwischen Musikgeschmack
und Persönlichkeit
vermutet. Nun haben wir
ihn erstmals
nachgewiesen."
Eine Überraschung sei
die Übereinstimmung
zwischen Klassik- und
Metal-Liebhabern. "Beide
sind kreativ, fühlen
sich wohl in ihrer Haut
und sind nicht besonders
aufgeschlossen." Die
Studienteilnehmer
sollten mehrere
Musikstilrichtungen
bewerten und Aspekte zu
ihrer Persönlichkeit
angeben.
04.
August 2008
Die harte
Sanfte
Vor zwei Jahren
erregte sie mit dem Werk "All The
Road Running" Aufsehen in der
Rockszene. Jetzt hat die 61-jährige
Country-Sängerin Emmylou Harris mit
"All I Intended To Be" ein neues
Album veröffentlicht. Ein Gespräch
über die neue Platte, die Zukunft
der Musikindustrie und über ihr
großes Anliegen, den Tierschutz.
Emmylou Harris gehört zu den
Musikerinnen, die die Country Music
nicht nur in ihrer reinen Form,
sondern in vielen ihrer Mischformen
gepflegt hat. Insofern setzte sich
die 61-jährige Sängerin aus
Birmingham, im US-Bundesstaat
Alabama, oft zwischen die Stühle.
Viele ihrer Werke waren den
Country-Freunden zu alternativ, den
Rock-Freunden zu countrylastig.
Letztere verblüffte die zierliche
Musikerin mit der starken Stimme vor
zwei Jahren mit dem Werk »All The
Road Running«, das sie gemeinsam mit
Mark Knopfler aufgenommen hatte.
Jetzt gibt es mit »All I Intended To
Be« ein neues Album. Davon erzählt
Emmylou Harris im Gespräch mit
Christiane Rebmann. Allerdings auch
über den Verlauf ihrer Karriere, die
Zukunft der Musikindustrie und über
ihr großes Anliegen, den Tierschutz.
20. Juli 2008
Cash und Neslon
Country ein Denkmal gesetzt
Von Manfred Bleskin
US-Countrymusic in eine Schublade zu
packen ist einfach. Auf den ersten
Blick. Auf den zweiten wird's schon
komplizierter. Altbacken und
reaktionär, so das vorschnelle
Urteil manch selbsternannten klugen
Kopfes. So zum Beispiel der Blues
Brothers, die Frankie Laines "Hell
Bent For Leather" als Inkarnation
der rückwärtsgewandten
Geschmacklosigkeit verhohnepipelten.
Was aber, als sich Nashvilles
Country DJ Ralph Emmery 1969
weigerte, den Countryrock der Byrds
zu spielen, Roger McGuinn samt den
Seinen mit dem legendären Song "Drug
Store Truck Drivin' Man" antworteten
und ihn darin das Haupt des Ku Klux
Klan nannten?
Auch Johnny Cash gilt manchen seiner
Anhänger als Vertreter eines
gottesfürchtigen Gesangs, der sich
vorwiegend an Hinterwäldler aus dem
Mittelwesten richtet. Der Versuch
eines Beweises war schon mit der im
März veröffentlichten DVD "The
Gospel Music Of Johnny Cash - A
Story Of Faith And Redemption"
fehlgeschlagen. Wie das vorliegende
Doppelalbum "The Gospel Music Of
Johnny Cash " kam auch die DVD nicht
umhin, nichtreligiöse Songs des
Größten der Countrymusik mit in das
Line-up aufzunehmen. So auch die
vorliegende 2CD. "The Man In Black",
die autobiographische Hymne des
Mannes aus Kingsland (Arkansas(, ist
ebenso zu hören wie "Peace In The
Valley". Nix mit Religion.
Gleichwohl gehörte das Christentum
zum Selbstverständnis des im "bible
belt" zur Welt Gekommenen ebenso wie
Liebesgeschichtchen, Gangsterstorys,
aber auch Kritik am Bestehenden, das
Johnny durch seine Lieder zu
verändern suchte. Der Mann ist
vielschichtig wie die Musikrichtung,
deren bester Interpret er war. Die
Doppel-CD empfiehlt sich vor allem,
weil sie im Unterschied zu erwähnter
DVD die religiöse Seite von John,
wie ihn Frau und Freunde nannten, in
einer weniger missionarischen Weise
vorstellt. Wenn Glaube
Menschlichkeit ist, dann fehlt ein
Stück, das zu bewegendsten aus der
Feder des Mannes in Schwarz gehört.
"Give My Love To Rose", das den
Wunsch eines sterbenden
Ex-Sträflings nach Glück und Frieden
für seinen Frau und seinen nie
gesehenen Sohn beschreibt.
Willie Nelson, Zeitgenosse und
zunächst Nacheiferer von Master
John, hat nie dessen Kultstatus
erreicht. Gleichwohl gehört er zu
jenen des Genres, die mit ihren
Liedern der Volksmusik ihrer Heimat
ein Denkmal gesetzt haben. Nach der
ersten labelübergreifenden Werkschau
"One Hell Of A Ride" ist jetzt das
1978 veröffentlichte Album "Stardust"
neu veröffentlicht worden. Im
Unterschied zum Originalvinyl
natürlich mit einer Bonus-CD. Willie
Nelson hatte sich mit dem Werk lang
gehegten Wunsch erfüllt, Pop- und
Countrystandards die Referenz zu
erweisen. Es ist dem Texaner
gelungen. Jedermann kennt "What A
Wonderful World" von Louis
Armstrong. Oder die "Unchained
Melody" von den Righteous Brothers.
Oder, bittschön, den legendären
"September Song" des in Deutschland
geborenen Antifaschisten Kurt Weill
in Interpretationen von Andy
Williams bis Jeff Lynne. Nelson
macht daraus ein unverwechselbares
Erlebnis, einen unauslöschbaren
Eintrag in das "Great American
Songbook", wie die nicht genau
abgegrenzte Sammlung von Tracks aus
den 30er bis 60er Jahren genannt
wird. Mit anderen Worten: Countrymusic
ist unendlich vielfältig - wie das
Leben. Cash und Nelson sind zwei
seiner großen Erzähler.
17. April 2008
Am 14. April
vergab der US Country Sender CMT die
"CMT Music Awards".
Hier die Auflistung der Gewinner
2008:
"Our Song," Taylor Swift
(Video of the Year, Female Video of
the Year)
"Stay," Sugarland
(Duo Video of the Year)
"I Got My Game On," Trace Adkins
(Male Video of the Year, Supporting
Character of the Year, Director of
the Year)
"Gone Gone Gone," Robert Plant
and Alison Krauss
(Wide Open Country Video of the Year)
"Til We Ain't Strangers Anymore,"
Bon Jovi and LeAnn Rimes
(Collaborative Video of the Year)
"I Wonder," Kellie Pickler
(Performance of the Year, Tearjerker
Video of the Year, USA Weekend
Breakthrough Video of the Year)
"Online," Brad Paisley
(Comedy Video of the Year)
"Take Me There," Rascal Flatts
(Group Video of the Year)
Bellamy Brothers am Trucker- und
Countryfestival
Das Trucker- und
Countryfestival Interlaken feiert
vom 27. bis 29. Juni seine 15.
Ausgabe. Mit dabei sind nicht nur
schwergewichtige Trucks, sondern
auch beliebte Bands wie die Bellamy
Brothers und Texas Lightning.
Das Internationale
Trucker- und Countryfestival
Interlaken, das viele Stammbesucher
als die «drei schönsten Tage des
Jahres» bezeichnen, blickt auf eine
15-jährige Erfolgsgeschichte zurück.
«Es deckt offensichtlich ein
Bedürfnis in der heutigen,
hektischen Welt», schlussfolgern die
Organisatoren und blicken zurück:
«Alles begann am 1.Juli 1994 mit 120
Lastwagen und Countryfans in
Interlaken. Die Musik bescherte gute
Laune und es wurde von Cowboys,
weiten Strassen, von Freiheit und
Abenteuer erzählt. Das
Internationale Festival war
geboren.» Und es ist gewachsen: Im
vergangenen Jahr waren 1546 Trucks,
Tausende von Motorrädern und 50000
Besucher am Festival.
Bellamy Brothers und Co.
Der runde Geburtstag wird am
kommenden Festival, das vom 27. bis
29 Juni auf dem Flugplatz Interlaken
über die Bühne geht, gefeiert. «Es
ist kein ausgesprochenes
Musikfestival», betont die Jungfrau
World Events GmbH, die das Festival
organisiert. Trotzdem treten im
grossen Festzelt grosse Stars wie am
Freitag die Texas Lightning aus
Deutschland und Carlene Carter (USA)
sowie Bellamy Brothers (USA) am
Samstagabend auf. Weiter werden
Ranchhands (USA), der Schweizer
Neo-Countrystar Coal, die Trucks aus
dem Zillertal und die Powerfrauen
der Rodeo Girls (F) für Unterhaltung
im Western-Stil sorgen.
Mit 100 Ständen
«Eigentlich ist es mehr ein
Festival von Fernweh nach
Cowboy-Idylle, nach endloser Prärie,
Freiheit und Abenteuer. Es ist das
Festival eines Lebensgefühls,
ausgesprochen friedlich und
gemütlich», erklärt die
Veranstalterin. Eigentliches
Herzstück des Festivals seien
zusammen mit der Country-Musik die
riesigen Trucks und starken
Motorräder, die Bikes. So reihen
sich dann jeweils auf der
Truck-Meile imposante, riesige
Lastwagen, herausgeputzt und
zentimetergenau geparkt, zu einem
eindrücklichen Stelldichein, während
die Biker ihre starken, glänzenden
Maschinen gerne im grossen
Westerndorf den zahlreichen,
interessierten Besucherschar
präsentieren. Neu werden die
US-Cars, die typischen Autos aus den
Fünfziger- und Sechzigerjahren, in
einem eigenen Bereich zu bestaunen
sein.
An über 100 Ständen gibt es im
Westerndorf Essen und Getränke sowie
zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten.
Hier spielen denn auch Country- und
Westernmusik von insgesamt 30 Bands
aus dem In- und Ausland auf vier
Aussenbühnen, es gibt Lasso-Shows,
Airbrush-Shows, Tanzshows und -kurse
sowie ein Funpark mit Riesenrad,
eine Modeshows und die
traditionellen Trucker- und
Biker-Gottesdienste.
Übernachtungsgelegenheiten bieten
sich in den Hotels oder auf dem
festivaleigenen Campingplatz.
Tickets kosten für einen Tag 55
Franken, für den Festivalpass muss
98 Franken bezahlt werden. Der
Eintritt für Kinder bis 16 Jahre ist
gratis.
Ein schöner Bericht über das
Miteinander. Externer Link auf
Country.de
17. März 2008
Willie
Nelson: "Moment
Of Forever"
Willie Nelson
ist weit über
die USA hinaus
eine Marke. Was
er angreift,
wird zu Gold.
Und bei einem
neuem Album ist
es schlicht egal
ob der bald
75-jährige
"Outlaw" eigene
Songs bringt,
oder das
Material anderer
veredelt -
zumindest was
die
Verkaufszahlen
betrifft. Nach
tiefgängigen
Werken wie "Soundbird"
versucht sich
Nelson auf
seinem neuen
Longplayer
"Moment Of
Forever" an den
Songs der
Jugend. Und
obwohl der knapp
halb so alte
Country-Recke
Kenny Chesney
ihm als
Produzent genau
die Sorte "Mainstream-Country-Sound"
verpasst, die
Nelson vor 30
Jahren bis aufs
Blut bekämpft
hätte, setzt er
sich mit einer
ungewöhnlichen
Songauswahl weit
von dem ab, was
seine Hut und
Stiefel
tragenden
Kollegen sonst
so abliefern.
Drei von
dreizehn Tracks
auf "Moment Of
Forever" stammen
aus der Feder
Nelsons. Der
Rest ist eine
illustre Auswahl
an Songs von
"jugendlichen"
Interpreten wie
der
Spaß-Country-Band
Big & Rich oder
Dave Matthews.
Aber auch ältere
Herren wie Randy
Newman oder Kris
Kristofferson
tauchen in den
Credits auf, der
letzte Track ist
Bob Dylans "Gotta
Serve Somebody".
Während Nelson
die Coverversion
von Dave
Matthews'
Grammy-Hit "Gravedigger"
die Umschreibung
"ungeschicktes
Gekrächze" vom
Rolling Stone
einbrachte,
feierte die
Nummer als erste
Singleauskoppelung
kommerziellen
Erfolg. Nelson
hielt sich
musikalisch
strikt an das
Original, den
Text trägt er
dennoch fast
sprechend vor.
Viel Charme
liegt in der
Interpretation
des morbiden
Solo-Hit Dave
Matthews' aber
nicht.
Ganz anders
hört sich das
beim "Bob Song"
von Big & Rich
an. Das
lächerliche Lied
über einen
Trunkenbold wird
auf "Moment Of
Forever" zu
einer ironischen
Geschichte.
Nicht zuletzt
weil Willie
Nelson selbst
seine Probleme
mit Whiskey und
Co. hatte und
seit geraumer
Zeit auf
Marihuana
"umgestiegen"
ist, was ihm
2006 eine aus
Sicht der
Polizei höchst
erfolgreiche
Razzia in seinem
Tourbus
einbrachte.
Mit dem
Randy-Newman-Cover
"Louisiana"
manövriert sich
Nelson in die
Kitsch-Ecke,
klingt aber
ehrlich. "Takin'
On Water"
überrascht mit
einem Groove,
den man eher bei
Eric Burdon
vermuten würde.
Gleiches gilt
für den Opener "Over
You Again". Die
zweite Single "You
Don't Think I'm
Funny Anymore"
ist ein gut
erzählter,
derber Witz über
einen, dessen
Witze keiner
mehr mag.
Besonders die
Unplugged-Version
des Songs, die
Nelson als
hidden Track
nach dem
Bob-Dylan-Cover
auf die Platte
packte, gefällt.
Im Studio erntet
der zehnfache
Vater und
fünffach
Verheiratete
Beifall und
Gelächter von
allen Seiten.
Auf weniger
positive Art
belustigend ist
hingegen, dass
Nelsons
Gitarristen alle
Solis auf
Nylonsaiten-Gitarren
spielen müssen.
Produzent Kenny
Chesney wollte
"Moment Of
Forever" wohl
die Aura von "Trigger",
Nelsons kultiger
Klampfe
verpassen -
zeitweise wirkt
es aber, als
solle der
Zuhörer glauben,
Nelson selbst
fliege auf seine
alten Tage bei
ganz argen Solis
wie auf "Always
Now" mal schnell
über die Saiten.
Entschädigt wird
man dafür beim
gemeinsamen
Duett "Worry B
Gone", wo es
tatsächlich
Nelson ist, der
"Trigger"
antreibt.
Fazit:
"Moment Of
Forever" ist ein
Album für
Countryliebhaber,
die ein bisschen
Abwechslung
mögen, um dem
beinharten
Kitsch anderer
Produktionen zu
entfliehen. Alle
Beteiligten
haben ihre
Handschriften
hinterlassen,
besonders Kenny
Chesney, der den
Sound an vielen
Stellen
vielleicht zu
glatt polierte.
Trotzdem ist
Willie Nelsons
Marke stark
genug, um
"Moment Of
Forever"
schlussendlich
doch noch eine
gute Portion
Eigenständigkeit
zu verpassen.
IGLESIAS-Sprössling will
Country-Welt aufmischen
LOS ANGELES - Ein weiterer
Iglesias-Sprössling will die
Musikwelt aufmischen. Julio Iglesias
Jr. will eine Karriere als
Country-Musiker starten. Immerhin
setzte sich der Sänger in der
US-Show "Cone Country" gegen Stars
wie Carnie Wilson, Sisqo und Bobby
Brown durch und gewann die
Promi-Casting-Show. Sein Song "The
Way I Want You" ist bereits auf dem
besten Wege ein Hit zu werden.
Julio Iglesias Jr. wurde am 25.
Februar 1973 in Spanien geboren. Er
ist einer der Söhne von Julio
Iglesias. Sein Bruder Enrique
Iglesias ist bereits ein Weltstar.